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Sicher und bewusst spielen

Wer online spielt, sollte dies als Unterhaltung betrachten und nicht als Möglichkeit, Geld zu verdienen. Wir möchten euch dabei helfen, euer Spielverhalten selbst zu kontrollieren und frühzeitig zu erkennen, wenn es problematisch wird.

Wenn das Spiel zur Last wird

Das Glücksspiel birgt das Risiko einer Suchtentwicklung. Die Warnsignale erscheinen häufig schleichend und werden zunächst unterschätzt. Erste Anzeichen sind ein starker innerer Drang zu spielen, das Verheimlichen von Einsätzen und Verlusten, wiederholte erfolglose Versuche, das Spielen zu beenden und das Spiel als Flucht vor unangenehmen Gefühlen wie Stress, Angst oder Trauer.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen das sogenannte Loss-Chasing – der Versuch, verlorenes Geld durch weitere Spiele zurückzugewinnen – sowie die Vernachlässigung von Beruf, Familie oder Freundschaften. Finanzielle Schwierigkeiten, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind weitere Signale, dass das Spielverhalten problematisch wird. Auch wenn man selbst merkt, dass man lügt oder verheimlicht, wie viel man spielt und ausgibt, ist das ein wichtiges Warnsignal.

Werkzeuge zur Selbstbegrenzung nutzen

Verantwortungsvolles Spielen beginnt damit, klare persönliche Grenzen zu setzen. Die meisten lizenzierten Anbieter stellen Werkzeuge zur Verfügung, mit denen ihr eure Spielaktivität selbst regulieren könnt. Diese umfassen Einzahlungslimits, Zeitlimits und Gewinn- beziehungsweise Verlustgrenzen. Ein praktisches Instrument sind auch regelmäßige Benachrichtigungen, die euch zeigen, wie viel Zeit und Geld ihr in einer bestimmten Zeitspanne ausgegeben habt.

Für den Fall, dass die Kontrolle schwinden sollte, gibt es die Möglichkeit, sich selbst zeitlich begrenzt vom Spielen auszuschließen oder den Zugang zu sperren. Das nationale Selbstausschlusssystem ermöglicht es, sich gegenüber allen lizenzierten Anbietern gleichzeitig anzumelden und wird damit zum universellen Schutzmittel. Diese Maßnahmen funktionieren nur, wenn man sie nutzt – deshalb ist es wichtig, bei ersten Anzeichen von Kontrollverlust aktiv zu werden.

Beratung und Hilfe finden

Wer feststellt, dass das Spielen problematisch wird, sollte sich nicht schämen, sondern schnell Hilfe suchen. In Deutschland gibt es ein breites Netzwerk spezialisierter Beratungsstellen. Die kostenlosen Telefonberatungen sind eine niedrigschwellige Anlaufstelle, um mit Fachleuten über das Spielverhalten zu sprechen. Unter der Nummer 0800 1 37 27 00 ist eine bundesweite Hotline erreichbar (Montag bis Donnerstag 10 bis 22 Uhr, Freitag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr).

Neben Telefonberatungen gibt es Online-Beratungsangebote und Therapiemöglichkeiten vor Ort. Das Suchthilfeverzeichnis der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen ermöglicht es, spezialisierte Hilfsangebote in der eigenen Region zu finden. Auch Angehörige können sich an diese Stellen wenden, um selbst Unterstützung zu bekommen. Viele Beratungen bieten auch präventive Selbsteinschätzungstests an, um das eigene Spielverhalten ehrlich zu überprüfen.


Diese Seite wird regelmäßig überprüft und aktualisiert, um sicherzustellen, dass die Informationen zu Hilfsangeboten und Schutzmechanismen aktuell bleiben.